• Hersteller aus Europa
  • Persönliche Beratung
  • Versandkostenfrei ab 100€ innerhalb Deutschlands
  • Gratis Kabeltasche beim Kauf eines Ladekabels

Mythen der Elektromobilität Teil 8: Der Akku

Was muss ich eigentlich beim Kauf eines Elektrofahrzeuges beachten und ist die Anschaffung sinnvoll?

Wie umweltfreundlich ist ein Elektrofahrzeug wirklich? und vor allem, was kostet so ein Elektrofahrzeug und rentiert sich das überhaupt? 

Fragen über Fragen, die in vielen Internetportalen hin und her diskutiert werden. Elektromobilität ist zwar keine absolute Neuheit auf dem Markt, dennoch für viele ein eher unbekanntes Thema, das erst in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Dabei werden viele Annahmen und Vorurteile diskutiert, die überwiegend aus mangelden oder sogar veralteten Informationen enstanden sind.

In unserer Blogserie "Mythen der Elektromobilität" möchten wir euch Stück für Stück über die Vor- und Nachteile der Elektromobilität informieren.

teil 8: der Akku

Die Antriebszelle ist natürlich das Herzstück eines Autos, der Motor beim Verbrenner oder der Akku beim E-Auto.

In diesem Beitrag möchten wir der Lebensdauer der Akkus auf den Grund gehen und über die Möglichkeiten des Recyclings oder der Wiederverwendung informieren.

Aktuell werden bei den meisten Elektroautos Lithium-Ionen-Akkus verwendet. Die wichtigsten Vorteile sind die hohe Leistungsdichte und, dass die Akkus, unabhängig vom Ladestand, nachgeladen werden können, d.h. ohne dem sogenannten Memory-Effekt. Nachteil dieser Akkus sind die begrenzte Anzahl der Ladezyklen und die Empfindsamkeit gegenüber Temperaturen.

Eine pauschale Aussage über die Lebensdauer des Akkus zu treffen, ist kaum möglich. Es gibt unterschiedliche Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen können.

Zum Beispiel ist die Temperatur ein gar nicht so ein unwesentlicher Faktor. An kalten Tagen wird mehr Energie verbraucht. Die Mehrheit der Autofahrer wird lieber in einem warmen Auto sitzen, als auf die Heizung zu verzichten. Und die Nutzung der Heizung verbraucht natürlich Energie, sprich im E-Auto Strom.

Tipps zum Energiesparen:

wenn vorhanden: Es ist sparsamer die Lenkrad- und/oder die Sitzheizung zu nutzen, anstelle der regulären Fahrzeugheizung.

der Akku mag es gern warm: Insbesondere im Winter, bei niedrigen Temperaturen, dauert der Aufladeprozess länger als bei 15°C. Der Aufladeprozess ist für den Akku schonender und schneller, wenn der bereits Betriebstemperatur erreicht hat. Je nach Möglichkeit ist es daher vorteilhaft, den Ladeprozess direkt im Anschluss an eine Fahrt zu starten.

Neben der Temperatur können auch unterschiedliche Ladeoptionen, die Lebensdauer des Akkus positiv beeinflussen.
Zum Beispiel kann ein zu hoher oder zu niedriger Ladestand den Akku unnötig beanspruchen. Optimal ist es, den Ladestand zwischen 30% bis 80% zu halten. Auch die Art der Aufladung des Akkus beeinflusst die Lebensdauer. Die Ladung mit Wechselstrom (AC) ist schonender – dauert aber auch länger, als die Schnellladung mit Gleichstrom (DC). Ist die Aufladung deines Stromers nicht besonders zeitkritisch, empfiehlt es sich daher das langsamere Laden mit einer Leistung bis max. 30kWh zu nutzen.

Weitere Informationen speziell zum Thema „Aufladen und Ladedauer“ findest Du in diesem Beitrag.

Allerdings ist es aber auch nicht lebenserhaltend, wenn das Elektroauto kaum bis gar nicht gefahren wird und der Akku dementsprechend nicht oder nur sehr wenig genutzt wird. Nicht nur ein entsprechendes Alter, sondern auch bei einer längeren Nichtbenutzung verliert der Akku an Speicherkapazität. Aktuell beschreiben die Hersteller, dass ein Akku zwar seine vollständige Leistungsfähigkeit nicht verlieren kann, jedoch gibt es sehr wohl Grenzwerte, bis zu diesen der Akku noch aufgeladen werden kann. Dieser Grenzwert wird bei den meisten Herstellern zwischen 70% bis 80% angegeben, was einem Verlust von ca. 30% der ursprünglichen Leistungsfähigkeit entspricht.

Mittlerweile geben die Autohersteller immer häufiger Garantien auf die Lebensdauer der Akkus. Die Garantie bewegt sich in der Regel zwischen sieben und acht Jahren oder einer Kilometerleistung von 150.000km (z.B. bei KIA) bis 200.000km (z.B. bei Hyundai). Für den ID.3 gewährt VW aktuell eine Garantie über acht Jahre oder eine Kilometerleistung bis zu 160.000, dass die nutzbare Kapazität der Batterie 70% nicht unterschreitet.

Über die Herstellung und die Ökobilanz des Elektroautos, insbesondere des Akkus, haben wir in Teil 3 bereits ausführlich berichtet. Hier möchten wir noch abschließend zur Lebensdauer des Akkus über die Möglichkeit des Recyclings und der Weiterverwendung berichten.

Im Akku sind seltene und wertvolle Rohstoffe (z.B. Kupfer, Nickel, Lithium, etc.) enthalten. Unterschiedliche Forschungsprogramme befassen sich mit den Möglichkeiten des Recyclings dieser entsprechenden Rohstoffe. Festzuhalten ist allerdings, dass sich die Rückgewinnung der Rohstoffe zur Zeit noch im Entwicklungsstadium befindet: Technisch zwar möglich, aber bislang noch nicht wirtschaftlich.

Anders sieht es aus bei der Weiterverwendung der Akkus. Selbst wenn diese nur noch über 70% der ursprünglichen Speicherkapazität verfügen, können sie dennoch in den sogenannten „Second-Life-Konzepten“ als Energiespeicher genutzt werden. So werden zum Beispiel im Bereich der Photovoltaik die Akkus als Hausspeicher verwendet. Im Hamburger Fährterminal befinden sich zwei stationäre Speicher (hier wurden zahlreiche Akkus zusammengeschaltet) mit einer Gesamtleistung von zwei Megawatt (dies entspricht 2.000 kWh), die unter anderem die Schwankungen im Hamburger Stromnetz ausgleichen sollen. Durch diese zweite Lebensdauer können die Akkus insgesamt eine Nutzungsdauer von 20 Jahren erreichen.

Fazit: Mit der richtigen Pflege kann die Lebensdauer des Akkus verlängert und die maximale Kapazität aufrecht erhalten werden. Ähnlich wie bei einem Verbrenner: „Immer Vollgas und bis zum letzten Tropfen ausreizen, sind keine lebensverlängernden Maßnahmen.“

Die Recyclingprogramme und Wiederverwendungsmöglichkeiten haben noch Potential und werden zukünftig sicherlich immer attraktiver.

Die mit einem * markierten Felder sind Pflichtfelder.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.