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Mythen der Elektromobilität Teil 7: Sicherheit

Was muss ich eigentlich beim Kauf eines Elektrofahrzeuges beachten und ist die Anschaffung sinnvoll?

Wie umweltfreundlich ist ein Elektrofahrzeug wirklich? und vor allem, was kostet so ein Elektrofahrzeug und rentiert sich das überhaupt? 

Fragen über Fragen, die in vielen Internetportalen hin und her diskutiert werden. Elektromobilität ist zwar keine absolute Neuheit auf dem Markt, dennoch für viele ein eher unbekanntes Thema, das erst in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Dabei werden viele Annahmen und Vorurteile diskutiert, die überwiegend aus mangelden oder sogar veralteten Informationen enstanden sind.

 In unserer Blogserie "Mythen der Elektromobilität" möchten wir euch Stück für Stück über die Vor- und Nachteile der Elektromobilität informieren.

teil 7: sicherheit

 Sicherheit im Straßenverkehr ist für uns alle der wichtigste Aspekt.

Viel diskutiert wird z.B. die Brandgefahr des E-Autos. Schon häufig kursierten Bilder von brennenden Autos und Schlagzeilen, dass das E-Auto leicht entflammbar und kaum zu löschen sei. Ist das wirklich so?

Im Rahmen der Braunschweiger Brandschutz-Tage im September 2020 wurde sich diesem Thema ausführlich gewidmet. Das Institut für Baustoffe, Massivbau und Brandschutz (iBMB) hat unter der Leitung von Prof. Zehfuß über ein Forschungsprojekt in diesem Bereich berichtet. Mit Unterstützung der Feuerwehr wurden Brände im Zusammenhang mit Elektroautos recherchiert.

Als Basis gelten 160.000 zugelassene Elektroautos im Verhältnis zu insgesamt 40 Millionen PKW`s, das bedeutet, dass der Anteil der E-Autos weniger als 1% beträgt.

Grundsätzlich wurde festgestellt, dass das Brandverhalten sich nicht viel anders verhält.

Hintergrund ist, dass die Kunststoffteile im Fahrzeuginneren im Wesentlichen für die freigesetzte Wärme verantwortlich sind und nicht das Antriebskonzept. Es ist richtig, dass die Batterien im E-Auto brennen können, aber der Tank im Verbrenner ebenso. Das kann sogar bedeuten, dass ein vollgetankter Verbrenner eine höhere Brandlast erzeugen kann. Im Gegensatz dazu kann es bei E-Autos einen zweiten Anstieg der Wärmefreisetzung geben, wenn die die Batterie beginnt durchzugehen.

Untersucht wurden auch die Batteriesysteme. Hier wird ein sehr gutes Batteriemanagement-system attestiert, das heisst, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass die Batterie von sich heraus zu brennen beginnen kann. In der Regel sind äußere Einflüsse für einen Brand verantwortlich, denn Überladung oder Tieflandung kommen normalerweise durch die guten Batteriemanagementsysteme nicht vor.

Auch die Dekra hat festgestellt, dass grundsätzliche die Brandbekämpfung für Elektroautos sich zunächst nicht vom Löschen herkömmlicher Autos mit Verbrennungsmotor unterscheiden.
Dennoch gibt es für der Feuerwehr Besonderheiten zu beachten.
In der Regel sind die Akkus geschützt im Unterboden in stabilen und weitgehend wasserdichten Gehäusen installiert. Das bedeutet, im Falle eines Brandes ist es schwierig den Akku zum Löschen zu erreichen. Da die Batteriezellen zum Außengehäuse auch thermisch isoliert sind, dauert es umso länger und verbraucht mehr Wasser zum Löschen.

Und zu Abschluss zitieren wir auch gern den Feuerwehrverband: Von zertifizierten Elektrofahrzeugen gehen weitgehend vergleichbare Gefahren aus, wie von Fahrzeugen mit anderen Antriebsarten (Kraftstoff, Gas).

Kurzes Fazit: Die Gefahr beim Brand eines Elektroautos ist vergleichbar mit dem Brand eines Verbrenners, aber das Löschen des Stromers dauert länger und verbraucht mehr Wasser.

Aber lauern beim Stromer noch andere Gefahren, die es beim Verbrenner nicht gibt?

Wie sieht es zum Beispiel aus bei einem Crash?

Laut dem ADAC ist bislang kein E-Auto bei Chrashtests negativ aufgefallen. Um die Batterie im Unterboden besonders zu schützen, sind die E-Autos aufgrund ihrer optimierten Struktur teilweise sogar besser aufgestellt. Grundsätzlich müssen alle zugelassenen Autos gesetzliche Anforderungen erfüllen, die ein Höchstmaß an Sicherheit garantieren sollen, unabhängig von der Antriebsart.

Beim Stromer muss z.B. speziell der Stromfluss der Batterie unterbunden werden, wenn im System ein Defekt auftritt. So wird die Batterie sofort von anderen Hochvoltkomponenten und Kabeln getrennt, damit es dort zu keiner Spannung mehr kommen kann.

Unter diesem Link kannst du dir die Bewertung von Euro NCAP deines Stromers ansehen (Euro NCAP ein Programm zur Bewertung der Sicherheit von PKW`s, getragen von einem Konsortium von europäischen Verkehrsministerien, Automobilclubs, etc.):

Ist es gefährlich meinen Stromer im Regen aufzuladen?

Nein! Der Strom fließt erst, wenn das Kabel mit dem Stecker verriegelt ist, d.h. erst wenn der Kontakt vollständig hergestellt ist.
Außerdem entsprechen die Ladekabel, Stecker und die Ladestationen einer internationalen Norm (u.a. EN/IEC 62196), diese umfasst diverse technische Sicherheitsvorschriften.

Elektroautos sind zu leise, man kann sie im Straßenverkehr überhören!

Das war früher tatsächlich so. Seit 2019 gibt es das sogenannte „Acoustic Verhicle Alert System“ kurz AVAS. Dieses akustische Warnsystem ist für neue Elektroautos Pflicht. Hierbei wird ein künstliches Geräusch erzeugt, welches bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h ertönt. Ab dann sind die Reifen- bzw. Rollgeräusche laut genug.


Und darüber hinaus ein wichtiger Punkt: Grundsätzlich gilt im Straßenverkehr immer noch, dass menschliches Fehlverhalten die häufigste Unfallursache ist, z.B. aufgrund von unangepasster Geschwindigkeit, mangelnder Konzentration durch Alkohol, Handy oder Müdigkeit.

Passt auf euch auf - wir wünschen euch jederzeit eine sichere Fahrt!

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