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Mythen der Elektromobilität Teil 6: Die Ladedauer eines Elektroautos

Was muss ich eigentlich beim Kauf eines Elektrofahrzeuges beachten und ist die Anschaffung sinnvoll?
Wie umweltfreundlich ist ein Elektrofahrzeug wirklich? und vor allem, was kostet so ein Elektrofahrzeug und rentiert sich das überhaupt?

Fragen über Fragen, die in vielen Internetportalen hin und her diskutiert werden. Elektromobilität ist zwar keine absolute Neuheit auf dem Markt, dennoch für viele ein eher unbekanntes Thema, das erst in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Dabei werden viele Annahmen und Vorurteile diskutiert, die überwiegend aus mangelden oder sogar veralteten Informationen enstanden sind.

In unserer Blogserie "Mythen der Elektromobilität" möchten wir euch Stück für Stück über die Vor- und Nachteile der Elektromobilität informieren.

teil 6: die ladedauer eines elektroautos

Ein Elektroauto aufzuladen, dauert viel zu lange?
Es kommt darauf an …

Die Ladedauer eines Elektroautos ist abhängig von mehreren Faktoren:
Welche Ladeleistung gibt die Stromquelle her? - Diese wird in Kilowatt angegeben = kW
Welchen Steckertyp bzw. welches Ladekabel verwendest du?
Wie hoch ist generell die Kapazität deiner Batterie? – Diese wird in Kilowattstunden angegeben = kWh
Und „wieviel“ willst du laden? Ist der Tank noch halbvoll oder fährst du schon auf 20% oder weniger?

Wird dein Stromer beispielsweise an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose geladen, die nur 230 Volt (sprich 2,3 Kilowatt) hergibt, kann ein Ladevorgang schon mal 10 - 20 Stunden je nach Akku dauern – und das ist dann wirklich viel zu lange! Grundsätzlich sei hier angemerkt, dass das Laden an der Haushaltssteckdose nicht empfehlenswert ist, nicht nur weil es so lange dauert, sondern insbesondere, weil es eben dadurch leicht zu Überhitzungen und Überlastungen kommen kann.

Eine Wallbox liefert eine Ladeleistung zwischen 3,7kW, 11kW oder 22kW. Dadurch verringert sich die Ladedauer entsprechend. Als Beispiel am Renault Zoe, dieser bietet im Basismodell eine Kapazität der E-Batterie von 42kWh an, hier verringert sich die Ladedauer bei einer Ladeleistung von 11kW somit schon einmal deutlich auf knapp 4 Stunden.

Mit der nachstehenden Faustformel kann man seine (ungefähre) Ladedauer berechnen:

Batteriekapazität / Ladeleistung = Ladedauer

Das Netz der öffentlichen Ladesäulen unterscheidet sich zwischen:

Schnellladestationen: Die Leistung liegt hier zwischen 50kWh bis über 300kWh, der Anteil liegt bei 13,4%
Beschleunigte Stationen: Leistung zwischen 16 bis 30kWh, der Anteil liegt bei ca. 65,4%
Halb-Beschleunigte Stationen: Diese liefern i.d.R. eine Ladeleistung zwischen 5 bis 16 kWh, der Anteil beträgt 13,7%
Normale Ladestationen: Die Leistung liegt bei 2 - 5 kWh, der Anteil liegt nur bei 7,5%

Soviel zu der Ladeleistung deiner Stromquelle. Allerdings kannst Du mit deinem Ladekabel bzw. deinem Stecker auch die Dauer des Ladeprozesses beeinflussen.
Zum Beispiel das Ladekabel Typ 1 z.B. unterstützt nur eine Ladeleistung bis zu 7,4 kW, dieses Kabel wird meistens im asiatischen Raum verwendet und ist in Europa eher unüblich.
Das Ladekabel Mode 3/Typ 2 Stecker wird in Europa am häufigsten genutzt, und wurde auch von der Europäischen Komission als Standard festgelegt. Mit diesem Kabel bist du vielseitig aufgestellt. Es unterstützt Ladeleistungen von 7,4 kW bis 43kW. Die meisten öffentlichen Ladestationen sind mit diesem Stecker Typ 2 ausgestattet.
Des weiteren gibt es noch den CCS -Stecker, hierbei handelt es sich um eine Erweiterung des Typ 2 Steckers. Zwei zusätzliche Ladekontakte ermöglichen auch die Nutzung einer Schnellladestation.
Den speziellen Tesla-Stecker wollen wir nicht unerwähnt lassen. Der Tesla Model S kann z.B. mit diesem Stecker bei einer Ladeleistung bis zu 120kW innerhalb von 30 Minuten bis zu 80% aufgeladen werden.
Ganz wesentlich für die Ladedauer ist natürlich die Kapazität der Batterie und natürlich auch wieviel aufgeladen werden soll.

Beträgt die Kapazität wie z.B. beim Renault Zoe 42kWh oder wie beim Audi e-tron 55 quattro 95 kWh , dann wirkt sich das natürlich auf die Ladedauer aus.
Ganz grob könnte man jetzt sagen, eine Vollladung beim Renault Zoe dauert ungefähr so lange, wie den Audi zu 50% aufzuladen, vorausgesetzt es wird das gleiche Ladekabel und eine vergleichbare Ladequelle genutzt.
Wichtig: Um deinen Akku nicht unnötig zu beanspruchen und zur Verlängerung der Lebensdauer, sollte man es tunlichst vermeiden, seinen Stromer unter einem Akkuladestand von 20% weiter zu fahren.

Um die Ausgangsfrage zu beantworten:

Eine durchschnittliche Aufladung beträgt gut eine Stunde. Als Grundlage nehmen wir wieder den Renault Zoe mit einer Batteriekapazität von 42kWh und diesen laden wir zu 60% (25,2kWh) auf. Dazu verwenden wir unser fastplug Ladekabel Mode3/Typ 2 und nutzen eine der „beschleunigten Ladestationen“ mit 22kW:

25,2 kWh / 22 kW = 1,15 Stunden

Und jetzt darf sich jeder die Frage selbst beantworten.

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