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Mythen der Elektromobilität Teil 1: Elektroautos sind teurer als Verbrenner!

Was muss ich eigentlich beim Kauf eines Elektrofahrzeuges beachten und ist die Anschaffung sinnvoll?
Wie umweltfreundlich ist ein Elektrofahrzeug wirklich? und vor allem, was kostet so ein Elektrofahrzeug und rentiert sich das überhaupt?

Fragen über Fragen, die in vielen Internetportalen hin und her diskutiert werden. Elektromobilität ist zwar keine absolute Neuheit auf dem Markt, dennoch für viele ein eher unbekanntes Thema, das erst in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen hat. Dabei werden viele Annahmen und Vorurteile diskutiert, die überwiegend aus mangelden oder sogar veralteten Informationen enstanden sind.

In unserer Blogserie "Mythen der Elektromobilität" möchten wir euch Stück für Stück über die Vor- und Nachteile der Elektromobilität informieren.

teil 1: die kosten - elektroautos sind viel teurer als verbrenner!

Ja und Nein. Bei der Beurteilung ob die Anschaffung eines Elektroautos wirtschaftlich ist, sollte man sich die Kostenarten genauer anschauen. Denn nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die Unterhaltungskosten sind hier besonders wichtig. Denn was investieren wir im Laufe der Zeit in die Wartung unserer Fahrzeuge und vor allem, was kostet uns eigentlich die laufende Nutzung? Dies sind maßgebliche Kosten, werden häufig aber leider als nicht signifikant höher oder geringer eingestuft und nicht mit einkalkuliert.

Aber schauen wir uns das doch einmal an:

Die Anschaffungskosten

Tatsächlich ist der Neupreis eines Elektroautos im Gegensatz zu vergleichbaren Verbrennern höher. Damit haben wir schon einmal den Ursprung der Aussage ausfindig gemacht. Aber woran liegt das eigentlich? Ganz einfach. Der Grund für den höheren Neupreis eines Elektrofahrzeuges ist die Batterie, denn diese macht einen großen Teil des Gesamtpreises aus. Je größer die Batterie, umso mehr kostet diese. Zur Zeit liegt der Durchschnittspreis bei 160 Euro pro Kilowattstunde, Eine Batterie mit einer Kapazität von 60 Kilowattstunden kostet also knapp 10.000 Euro. Im Vergleich zu den Preisen von 2010 ist das ein absolutes Schnäppchen. Damals lagen die Kosten sogar bei über 1000 Euro pro Kilowattstunde. Ein klassisches Beispiel für Angebot und Nachfrage und technischen Fortschritt. Dass dieser Preis also mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weiter sinken wird muss an dieser Stelle vermutlich gar nicht mehr erwähnt werden.

Darüber hinaus wird die Anschaffung eines E-Autos staatlich gefördert. Bis 2025 gibt es vom Staat einen Umweltbonus, welcher ca. 6 Monate nach dem Kauf gutgeschrieben wird. Je nach Neuwert des Fahrzeuges kann man bis zu 9000 Euro Förderung erhalten.
Die Finanzierung dieser Förderung ergibt sich zum einem durch einen Zuschuss vom Bund und zum anderen direkt von Hersteller selbst. Bei Neuwagen erhalten Käufer eune Kaufprämie von bis zu 3.000 Euro, bei Gebrauchtfahrzeugen bis zu 2.500 Euro. Diese Prämie wird vom Bund verdoppelt, sodass ein Umweltbonus von 9.000 Euro bei Neuwagen und von 7.500 Euro bei Gebrauchtfahrzeugen möglich ist. Auch der Kauf von Plug-In Hybriden wird mit bis zu 6.750 Euro gefördert. 

Wichtig ist, dass dein E-Auto bereits zugelassen ist, bevor der Antrag für die Förderung gestellt wird.

Die laufenden Betriebskosten

Bei den laufenden Kosten können zwei wichtige Komponenten betrachtet werden. Die Wartung und das "Tanken". Um den Betriebsvorsitzenden von BMW, Herrn M. Schoch zu zitieren: "Ein Achtzylindermotor hat 1.200 Teile, ein Elektromotor nur 17". Ein Elektroauto hat also im Gegensatz zum Verbrennermotor kaum Verschleißteile, die regelmäßige Reparaturen oder einen Austausch benötigen. Wartungen wie Kupplung, Zahnriemen, Benzinschläuche, Zündkerzen, Kraftstoff- und Partikelfilter, Ölwechsel, etc. (die Liste ist lang) fallen weg. Allgemein ist der Verschleiß nicht so hoch wie bei Verbrennermotoren, wodurch auch der Wertverlust eines Elektroautos langsamer voranschreitet, als bei einem Verbrenner.

Auch das "Tanken" eines Stromers kann bis zu 50% günstiger als bei einem Verbrennungsmotor sein. Dies liegt insbesondere daran, dass viele Stromanbieter besondere Tarife anbieten, in denen der Preis pro Kilowattstunde zu bestimmten Tages- bzw. Nachtzeiten besonders günstig ist. In einigen Regionen können Anwohner ihr Elektrofahrzeug sogar gratis aufladen und auch immer mehr Unternehmen bieten ihren Kunden und Mitarbeitern Lademöglichkeiten zu sehr geringen Preisen an. Doch auch ganz abgesehen von dieses Vorteilen, sind die Strompreise verglichen mit Benzin oder Diesel recht günstig.

Wer sein Fahrzeug zuhause lädt zahlt ca 30 Cent, an öffentlichen Ladesäulen zwischen 35 und 55 Cent pro kWh, ganz abhängig von der Ladegeschwindigkeit, also ob es sich um eine AC oder DC Ladestation handelt. Eine Volle Aufladung kostet also zwischen 12 und 30 Euro, je nach Kapazität der Batterie. Je nach Reichweite der Fahrzeuge können damit die Durchschnittskosten pro Kilometer berechnet und mit Verbrennern verglichen werden.

Beispielsweise liegen die Kosten pro Kilometer eines e-Golfs bei knapp 41 Cent, der Golf TDI liegt hier bei knapp 49 Cent. Oder der Porsche Taycan, welcher knapp 1 Euro pro Kilometer verbraucht im Vergleich zum Panamera, welcher einen durchschnittlichen Kostenaufwand von 1,50 Euro pro Kilometer aufweist.

Darüber hinaus sind Elektrofahrzeuge die zwischen 2020 und 2025 erworben werden für 10 Jahre von der KFZ-Steuer befreit und zahlen im 11. Jahr nur 50% Steuer.
Arbeitnehmer, die ein Elektroauto als Dienstfahrzeug fahren, müssen nur 0,25% anstatt 1% des Listenpreises versteuern.

 

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